Über uns
Die finibus Verwaltungs UG ist eine deutsche Gesellschaft, die in der Politik und ihrer Kommunikation erhebliche Mängel sieht und daher Beratung bereitstellt.
Finibus ist lateinisch (finis = Ziel und Ende) und heißt „durch die Ziele“.
Die Homepage verantwortet inhaltlich Hans Peter Baumhauer
Einige Angaben zur Person: Das Wichtigste vorweg: Ich bin nicht wichtig!
Wichtig ist der Inhalt, die Botschaft, das Verständnis der Welt in ihrer Struktur.
6 Jahre Wirtschaftsgymnasium mit Englisch und Französisch waren prägend. Für das Studium der antiken Rhetorik, der Philosophie und katholischen Theologie waren die alten Sprachen Altgriechisch, Althebräisch und Latein notwendig. In nahezu 10 Jahren an Universitäten kamen die Studienfächer italienische Literatur und Wirtschaftsgeschichte hinzu. Dann folgten Jahre der Wirtschaftsberatung.
Dann drei Kinder und das Gefühl aller Väter, zwischen der Liebe als abstrakte Pflicht, den Lebensunterhalt zu verdienen und der Liebe als subjektive Hingabe zu den Kindern in einen Zwiespalt zu geraten, der meist nur ungenügend aufgelöst wird.
Der Großvater war Schmied und hatte eine Kohlehandlung, mit der er die Bevölkerung eines einige Tausend Einwohner umfassenden Dorfes versorgte. Er war überzeugter Anhänger der Weimarer Republik und gehörte der damaligen Zentrumspartei an. Mein Vater, der 1920 geboren wurde, war zu Beginn des 2. Weltkriegs 19 Jahre alt und wurde nicht eingezogen, da er und sein Vater für die Versorgung der Bevölkerung mit Kohle, einer körperlich sehr schweren Arbeit, unentbehrlich war.
Als die Nachricht hereinbrach, dass der 2. Weltkrieg begann, saß die Familie um den Tisch und weinte. Die Familie verabscheute aus ihrer demokratischen Sichtweise das Hitler-Deutschland, das sich mit rund 33 % der Stimmen die Macht angeeignet hatte.
1942 in der noch „militärisch erfolgreichen Phase“ wurde mein Vater von dem Bürgermeister gefragt, was er vom Krieg denke: „Eine Maus habe noch nie einen Elefanten gefressen“. Diese Antwort reichte aus, um ihn im Musterungsbüro einige Tage später für den Russlandkrieg an der Front vorzusehen. Es wurde dann wegen der Versorgungslage der Bevölkerung abgewendet, dass er eingezogen wurde. Ca. 10 Monate vor Kriegsende wurde er doch noch eingezogen. Mit 8 Soldaten und einem Kommandeur sollten sie die Heimatfront an einer bestimmten Stelle verteidigen. In zunehmend offener Kommunikation desertierten alle, da sie niemanden umbringen wollten und natürlich auch hofften, dass sie den Erschießungskommandos der Nazis entkommen konnten, was gelang. Der Vater meiner Mutter hatte eine kleine Wirtschaft in einem anderen Dorf und wurde für seine „freien Reden“ mehrfach von den Nazis einbestellt und stand immer wieder in der Gefahr, deportiert zu werden. Niemand sah sich aus der Familie als Held, sondern jeder war erschüttert über die erbärmlichen Verhältnisse, in die man aus einer funktionierenden Demokratie mit dem am besten integrierten Judentum der Welt in eine derartige niederschmetternde Situation kommen konnte. Diese wenigen Erzählungen, die stets mit großem Unbehagen einhergingen und eine tiefe Traumatisierung erahnen ließen, haben mich sehr geprägt.
Bis zum Wirtschaftsabitur war ich, obgleich katholisch, viele Jahre nahezu ausschließlich in der protestantischen Kirche aktiv, zusammen mit einem Schulfreund, der später protestantischer Pastor wurde. Als gläubiger Katholik singe ich heute im Kirchenchor und so bin ich jede Woche zweimal in der Kirche, was große Freude bereitet.
Ich habe Herz und Verstand und daher ist es unerträglich, ähnliche Strukturen wie in der Hitlerzeit entdecken zu müssen, die so viel Leid verursacht haben. Alles andere ist unwichtig. Wichtig sind allein die Erkenntnis und das Wahrnehmen heutiger Strukturen und der daraus entspringenden Schlussfolgerungen. Hierzu möchte ich persönlich einen Beitrag leisten.